Nassbirniges

Prophetischer Neuronenwald

Jetzt ist es soweit: wer Westerwelle kritisiert, ist schwulenfeindlich. Zumindest laut FDP-Mitgliedern Koch-Mehrin und van Essen.

Blogbeiträger Sami G. hat ebensolches hier schon vorausgesehen. Sicherlich nur als ironische Überspitzung gemeint, wird er knapp 2 Monate später schon von der Realität getoppt. So kann’s gehen.

Ich kann mich erinnern, dass während der Überwachungsdebatte um Ex-Innenminister Schäuble sogar solche Kommentare zu lesen waren, die besagten, was man denn anderes von einem Attentatsopfer erwarten wolle als paranoide Sicherheitspolitik. Doch selbst mit solchen Sprüchen wurden Schäuble-Gegner niemals als behindertenfeindlich verunglimpft.

Das Problem der FDP ist, dass sie genau weiss, dass sie argumentativ ausgeschissen hat und Parteichef Guido W. die Truppe gerade auf seine Art und Weise genauso vor die Wand fährt wie weiland Schröder die SPD. Mehr als sinnentleertes Krakeelen bleibt dann auch nicht mehr übrig.

Aber was soll’s. Wer fortan Merkel kritisiert, ist frauenfeindlich. Wer Rösler kritisiert, ist Rassist. Und wer mich kritisiert, ist generell menschenfeindlich.

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