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The Douchebag Strikes Back (sorta)

In diesem Eintrag will ich mich mit den Antworten von Time auf meinen letzten Blogeintrag auseinandersetzen. Time hat zum einen auf den von mir analysierten Blogeintrag ein Update verfaßt und einen neueren Blogeintrag mit Verweis auf meine Analyse begonnen.

Schauen wir uns mal an was er zu sagen hat.

[…] droht rechtliche Konsequenzen an, eine Eskalation, die m.E. typisch mohammedanistisch ist.

Rechtliche Konsequenzen habe ich nicht angedroht. Es ist auch keine Eskalation, schließlich gibt es keine Auseinandersetzungen zwischen uns beiden. Wenn er den Eintrag aufmerksam gelesen hätte, hätte er erkannt, daß ich hier das Strafgesetzbuch zitiert habe. Es handelt sich möglicherweise um eine Straftat. Da bin ich raus, d.h. der deutsche Staat kümmert sich um das Problem. Neben einer falschen Darstellung, die vermutlich durch mangelndem Sachverstand begründet ist, findet sich am Schluß noch eine versuchte Diskreditierung meiner Person durch das Attribut „mohammedanistisch“. Daß Time gerne mit dem Wort um sich schmeißt und sich dabei in Widersprüche verwickelt, habe ich in meinem Eintrag in der Analyse bezüglich Azads Konfession ja schon gezeigt.

Weiterhin wird mir unsaubere Recherche vorgeworfen, da der Song “Action Muzik” heiße.

Stimmt, aber ich habe noch viel mehr geschrieben.

Immerhin bitte ich aber zu bedenken, dass ich dieses Blog als Hobby bzw. Ehrenamt betreibe und KEINEN professionellen Anspruch geltend machen kann.

Zunächst frage ich mich was das für ein Ehrenamt denn bitteschön sein soll. Es wäre angebracht, den Satz in den Banner des Blogs zu schreiben, damit jeder Leser gleich weiß, daß das Geschriebene von minderer Qualität ist.

Der letzte Teil des Updates lautet:

Im Rahmen unserer Milieustudien ist “Blogicide” vielleicht nicht uninteressant

Hört sich an wie eine Drohung oder Kriegserklärung. Wirkung hat sie bei mir nicht gezeigt.

Gehen wir nun zu dem Blogeintrag über.

Damit sind aber nicht etwa die Hasszeilen von Azad a la “Axt in deinen Schädel, bis dein Schädel auseinanderfällt” gemeint, […] Sami G. von Blogicide nennt sein wortreiches Gestammel “Analyse” und will Azad persönlich auf mich hetzen sowie ein paar Anwälte, da mein Beitrag vermutlich §130 StGb der Volksverhetzung erfülle. Ich gehe davon aus, dass Azad dann außer den Anwälten seine ganze Asselbande mitbringen wird und auch die ganzen Schießeisen, Hackebeilchen und Flammenwerfer, ohne die sich Typen wie er nackt vorkommen. Darauf freue ich mich schon. “Das letzte Wort hat Azad”, faselt Sami G. Na, meinetwegen, denn ich werde der sein, der zuletzt lacht!.

Auch hier der schon fast bemitleidenswerte Versuch mich zu beleidigen, indem man meine Analyse als Gestammel und Gefasel bezeichnet. Und erneut die Erwähnung des Paragraphen. Da scheint jemand mächtig Angst zu haben, sonst würde die Volksverhetzung doch nicht ständig erwähnt werden, schließlich nimmt sie nur einen relativ kleinen Teil meines Eintrages ein. Davon, daß ich Azad persönlich auf den Blogschreiber hetzen wollte, stand nichts in meinem Blog, es ist also entweder eine Lüge oder ein Hirngespinst. An dieser Stelle möchte ich Time für den Hinweis danken, daß Azad vielleicht zusätzlich eine zivilrechtliche Klage machen kann. Daran habe ich nicht gedacht.
Es stimmt, daß ich mich nicht von Azads Text distanziert habe, schließlich soll jeder damit umgehen wie er will. Wenn man solche Texte kritisiert, müßte man auch Killerspiele und Gewaltfilme verurteilen. Interessanterweise steht Time Gewalt doch positiv gegenüber, wie er in einem weiteren Blogeintrag schreibt. Ich frage mich eigentlich was er will oder ob er ein psychisches Problem hat. Ich kann mir so ein übertrieben manichäistisches Weltbild nicht erklären.

Man sieht also, daß außer falschen Anschuldigungen, versuchten Diskreditierungen und Erwähnungen des Volksverhetzungsparagraphen nichts weiter vermittelt wird. Es wird nicht auf die Analyse in meinem Beitrag eingegangen. Sie wird nicht widerlegt, ist also gültig.

Es ist auch seltsam, daß er Gunnar Sønsteby mit erhobenem Zeigefinger abbildet. Eine Pose, die er doch schwul findet, wie er bezüglich des Azadvideos beteuert hat.

Punktestand:
0:2 אני – האידיוט

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Bananenrepublik, Nepotismus

Die Kreisung des Quadrates

Es gibt Momente wo man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Ich habe gerade einen Moment erlebt wo ich nicht wußte, ob ich lachen oder ob mir der Mund vor Wut schäumen sollte. Anlass war folgendes Video. Sicherlich denkt man zuerst, daß es endlos peinlich ist, daß nach Schwesterwelle noch eine Pfeife uns Deutsche in aller Welt blamieren wird. Alles also nicht so schlimm, oder?

Vielleicht ist es doch schlimmer, wenn man sich Gedanken macht, wie jemand der derart ungeeignet für einen Job scheint und trotzdem ebensolchen bekommt. Hier scheint es drei Möglichkeiten zu geben: Nepotismus, Unfähigkeit des Gremiums das solche Personalentscheidungen trifft oder unverantwortliches Handeln des Gremiums. Dies zieht sich durch die ganze Politik durch. Es gibt immer wieder Minister die von ihrem Ressort keine Ahnung haben. Es fehlt beispielsweise eine Familienministerin mit Familie und pädagogischer Ausbildung oder ein Umweltminister mit einem Studium der Ingenieurs- oder Umweltwissenschaften. Desweiteren gibt es meiner Meinung nach eine Schieflage bezüglich vertretener Berufsgruppen.

Allerdings lassen sich ähnliche Tendenzen auch auf kleinerer Ebene beobachten. Wer aufmerksam zuhört, wird merken, daß viele Leute Politiker nicht nach ihrem Können beurteilen, sondern nach ihrem Image. Westerwelles Gegner machen sich über seine Homosexualität lustig, seine Anhänger schätzen seine Homosexualität („Endlich ein schwuler Minister. Ein Zeichen deutschen Fortschritts.“ Das in etwa habe ich nach der Bundestagswahl gehört). Was das mit seiner Tätigkeit als Außenminister zu tun hat, bleibt mir schleierhaft. Daß ich ihn für inkompetent („Das ist Deutschland hier“) und unwahrscheinlich naiv halte („Geben wir den Taliban doch einfach Geld“), wird wohl keiner verstehen und mich als Homophoben dastehen lassen.

Es ärgert einen um so mehr, wenn jemand der so unfähig wie Oettinger ist, andere belehren will über genau dieses Thema. „Englisch wird die Arbeitssprache“ – und das betrifft uns alle.

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